Summer School 2013

Auf die Lehrer kommt es an!
Durch Kooperation individualisiertes Lernen ermöglichen.

 

Die diesjährige Summer School widmet sich einem aktuellen und populären Thema: Die Lehrperson als „activator“, auf die alles ankommt, die bestimmt, wie erfolgreich ihre Schülerinnen und Schüler lernen, die als Vorbild dient und deren Einfluss auf guten Unterricht als größter Faktor beschrieben wird (vgl. Hattie, 2013).

An dieser Stelle möchten wir einen Zwischenruf setzen: Sicher ist es richtig, dass Lehrerinnen und Lehrer eine der wichtigsten Einflussgrößen für guten Unterricht darstellen. Allein das kann es nicht sein, und das darf es auch nicht sein: Ein Lehrer, der am Tag sechs Stunden motiviert, aktiviert und bestimmt, was seine Schüler wie lernen, der ist in Gefahr sich selbst zu überfordern und seine Gesundheit aufs Spiel zu setzen.

Eine Möglichkeit der Gefahr der Überforderung zu entgehen, ist es, Verantwortung zu teilen und Unterricht gemeinsam zu planen und weiterzuentwickeln. Wir gehen davon aus, dass dieser reflexive Prozess der stetigen eigenen Unterrichtsentwicklung in gut funktionierenden Lehrerteams leichter ist. Ein Anliegen der Summer School ist es daher das Potential kooperierender Kollegien zu nutzen und sowohl Forschungshintergründe als auch Projekte vorzustellen, die die Kooperation zwischen den einzelnen Lehrerinnen und Lehrern systematisieren und professionalisieren.

Dr. Heinz Klippert präsentiert daher in seinem Keynote-Vortrag „Lernen fördern – Lehrer entlasten“, wie Kooperatives Lernen in ein Gesamtkonzept von Unterricht integriert werden kann und dazu beiträgt, Heterogenität im Unterricht erfolgreich zu begegnen und individuelle Lernprozesse zu initiieren. Er wird dabei auch darauf eingehen, wie die Lehrkraft entlastet werden kann. Professor Dr. Rainer Dollase (Universität Bielefeld) wird im Anschluss die empirische Unterrichtsforschung – vor allem die Hattie-Studie – unter dem Titel „Pisa war gestern – Der gute Unterricht im Spiegel der internationalen empirischen Unterrichtsforschung“ kritisch diskutieren.

Bei der gemeinsamen Abendveranstaltung (inklusive Buffet und Getränke) wird der Gedächtnistrainer Gregor Staub einen kreativen Zugang zum Verständnis von Lernprozessen bieten und zum Mitmachen aktivieren. Die Abendveranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei.

Am Freitag, den 27. September wird neben den beliebten Workshops erfahrener Lehrpersonen und Fortbildungsmoderatoren diesmal auch eine Open Space-Veranstaltung präsentiert mit Gästen aus verschiedenen Bereichen, wie Inklusion, individuelle Förderung und Kooperatives Lernen, die gemeinsam mit den Teilnehmer/inne/n vor Ort neue Unterrichtskonzepte diskutieren wollen.

 

→ Programm 2013 (PDF)